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Gedichte bei Herzschmerz

1
Bezaubert von der Sonne – glücklich oder unglücklich….
2
Ich sah 2 Vögel… ein Liebesgedicht
3
Das leere Herz
4
Herz, nimm Abschied und gesunde!
5
Ein Geschenk der Liebe – von Rumi
6
Kein du, kein ich – ein indisches Liebesgedicht
7
Leben entdecken
8
Die Heilkraft, die die Seele verwandelt
9
Achte gut auf diesen Tag
10
Sehnsucht.

Bezaubert von der Sonne – glücklich oder unglücklich….

 

Jedes Teilchen in Wind und Wüste
ist von Natur aus gut,
weil sie – genau wie wir –
bezaubert sind.

Jedes Teilchen,
ob glücklich oder unglücklich,
ist von der Sonne entzückt,
über die nichts gesagt werden kann.

Tag, wache auf!
Die Teilchen tanzen.

Dank ihm tanzen Sphären und Himmel.
Die Seelen tanzen,
der Ekstase hingegeben.

Ich werde dir ins Ohr flüstern
wohin ihr Tanz sie führt.

Rumi

Das leere Herz

 

So many roads I’ve wandered
Only to find out they all lead to my door
So I don’t have to search no more.

I take the water to the thirsty.
I sing my song to the empty sky.
I know the rains they have heard me cry.

I’ve got this empty heart –
that i can’t explain
No longing for love, no sweet pain
No voice I hear –
In the still of night
Just an empty heart, full of light

Resting in emptiness
Resting in emptiness
Resting in emptiness
(Miten)

Herz, nimm Abschied
und gesunde!

Stufen

 

Wie jede Blüte welkt
und jede Jugend
dem Alter weicht,
blüht jede Lebensstufe, 
blüht jede Weisheit auch
und jede Tugend zu ihrer Zeit
und darf nicht ewig dauern. 

 

Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne, 
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben.

 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, 
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten, 
an keinem wie an einer Heimat hängen, 
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, 
er will Stuf‘ um Stuf‘ uns heben, weiten.

 

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt,
so droht Erschlaffen, 
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, 
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden, 
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

 

 Wohlan denn,
Herz,
nimm Abschied
und gesunde!

 

 Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel

Kein du, kein ich

Indisches Liebesgedicht

 

„Ich liebe dich, und du liebst mich!“
Wer mag so fades Wort noch sagen?“

„Du bist mein Leben, ich bin deins“, –
Das will erst recht mir nicht behagen!

Auch „du bist mein und ich bin dein“,
Hat mich, o Radha, nur verdrossen –

Es gibt kein Ich, es gibt kein Du,
Wenn wir uns fest ans Herz geschlossen.

Bilhana – um 1500 n. Chr.

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